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Über 200 an einem Tag
Gestern, am 14. Oktober, haben zum ersten Mal mehr als 200 Menschen an einem einzigen Tag Tildown gespielt. Für ein großes Studio ist das eine Rundungsdifferenz. Für mich ist es der Moment, an dem aus meinem Projekt ein Spiel geworden ist, das jeden Tag andere Leute öffnen. Das wollte ich festhalten, und es ist ein guter Anlass für etwas, das ich schon länger vorhatte: ein Blog, in dem ich erzähle, woran ich arbeite und warum.
Wie es angefangen hat
Die ersten Notizen zu Tildown stammen von Ende Juni. Die Idee war ein Städtebauspiel, bei dem man runterkommt, statt unter Druck zu geraten. Es gibt keine Timer und kein Game Over, und zu kaufen gibt es auch nichts. Am 22. Juli ging die erste öffentliche Version online. Damals gab es Straßen, die drei Zonen und Autos, die gerade ihre richtige Perspektive bekommen hatten.
Seitdem sind 344 Versionen erschienen. Das klingt nach viel, aber die meisten davon sind kleine Schritte: eine Kreuzung, die besser aussieht, ein Fehler weniger, ein Satz in der Anleitung, der klarer wird. Die großen Brocken kamen in Paketen, zuletzt die Innenstadt mit Fußgängerzonen, die U-Bahn und die Großprojekte vom Stadion bis zum Raumfahrtzentrum. Ausgerechnet gestern, am Tag mit den meisten Spielern, ist auch der Flughafen erschienen.
Woran ich gerade arbeite
Meine eigene Stadt hat inzwischen über 500.000 Einwohner, und auf meinem iPhone läuft sie beim Wischen noch nicht ganz flüssig. Die letzte Version hat die Grafiklast großer Städte am Handy schon um mehr als die Hälfte gesenkt, weil sie alles weglässt, was gerade nicht im Bild ist. Fertig bin ich damit noch nicht.
Daneben sind es die Brücken. Wo das Ufer höher liegt als das Wasser, ging die Straße vor der Brücke erst nach unten und dann wieder hinauf. Jetzt führt ein kleiner Damm sie auf gleicher Höhe ans Ufer. Solche Kleinigkeiten fallen beim Spielen auf, und ich mag es, wenn sie stimmen.
Warum ein Blog
Auf dieser Seite stand bisher viel darüber, wie Tildown funktioniert, aber wenig darüber, wer es macht und wie Entscheidungen fallen. Hinter fast jeder Version steckt eine Abwägung, etwa warum es keine Katastrophen gibt oder warum der Verkehr der eigentliche Gegner ist. Davon will ich hier alle ein bis zwei Wochen erzählen. Was sich im Einzelnen geändert hat, steht weiter auf der Update-Seite.
Danke
Danke an alle, die gestern gespielt haben, und an alle, die mir geschrieben haben, was sie stört oder was sie sich wünschen. Viele Verbesserungen der letzten Wochen gehen auf solche Rückmeldungen zurück. Wenn dir etwas auffällt, schreib mir an kontakt@tildown.com. Und wenn du Tildown noch nicht kennst: Es läuft direkt im Browser, am Handy wie am PC.