Schöne Viertel: Lage, Parks und saubere Luft
Zwei gleich große Häuser zahlen nicht gleich viel Steuern, und ein Viertel im Smog hört auf zu wachsen. So hängen Lage, Parks, Schönheit und Smog zusammen – und so baust du Viertel, die sich lohnen.

So rechnet der Lage-Zuschlag
Jedes Wohnhaus, jeder Laden und jede Fabrik bekommt einen Lage-Zuschlag von bis zu +25 % auf die Steuern – ein reiner Bonus, der nur die Steuern hebt, nicht den Unterhalt. Jeder Prozentpunkt landet also direkt im Überschuss (mehr dazu in den Geld-Tipps).
Sein Blick ist kurz: Gezählt wird nur, was höchstens zwei Felder entfernt liegt, gerechnet entlang der Felder – schräg über Eck sind also schon zwei Schritte. Direkte Nachbarn zählen voll, die zweite Reihe halb, Straßen nie.
Was Wohnen, Gewerbe und Industrie mögen
- 🏠 Wohnen: Parks und Wasser. Ein Haus direkt an einem geraden Ufer holt allein aus dem Wasserblick 20 bis 25 %, eine Reihe dahinter nur noch 5 %.
- 🏢 Gewerbe: Laufkundschaft. Wohnhäuser zählen etwas mehr als andere Läden, Fabriken gar nicht. Ein Laden zwischen Häusern erreicht die vollen 25 % – und nimmt den Häusern nichts weg.
- 🏭 Industrie: andere Fabriken. Mitten im Industriegebiet ist eine Fabrik schnell am Deckel.
- 🌳 Parks helfen allen dreien, bei Gewerbe und Industrie aber nur halb so stark wie beim Wohnen.
Den Zuschlag siehst du, wenn du im Cursor-Modus ein Gebäude antippst: im Gebäude-Panel unter „📍 Lage“. Mit der Maus sogar schon vorher: Fährst du mit einem Zonen-Werkzeug über freies Bauland an der Straße, nennt ein kleines 📍-Schild den Zuschlag, den ein Gebäude dort bekäme. Nur nah am Wasser (Wohnen) und in den Bergen (Gewerbe) meldet es stattdessen die Villen- bzw. Hotel-Lage.
Parks: verteilen statt klotzen
Ein Park kostet 18 💰 je Feld, braucht weder Straße noch Unterhalt, und beim Abriss bekommst du die Hälfte zurück. Er darf sogar an den Hang, wo kein Gebäude stehen kann – ideal für Böschungen mitten in der Stadt.
Er wirkt auf drei Entfernungen: zwei Felder weit auf den Lage-Zuschlag, vier Felder weit auf die Luft und fünf Felder weit auf die Schönheit, jeweils am stärksten direkt daneben.
Für die Lage wirken deshalb einzelne Parkfelder zwischen den Häusern viel mehr als ein großer Park am Rand: Ein einzelnes Feld erreicht bis zu zwölf Felder ringsum, neun Felder im Block zusammen nur 28 – verteilt wären es bis zu 108. Und hat ein Haus schon die vollen 25 %, bringt ihm ein weiterer Park keinen Zuschlag mehr.
Schönheit: Villen, Berghotels und hohe Türme
Die Schönheit zeigt dir die 🌸 Schönheits-Ansicht unter 🗺️, von „nett“ über „schön“ bis „Traumlage“. Sie fällt nicht unter den 25-%-Deckel der Lage: Eine Villa zahlt je nach Schönheit rund das Vier- bis Sechseinhalbfache eines gewöhnlichen Hauses gleicher Stufe, und ein Berghotel verdreifacht bei voller Schönheit seine Steuern – begrüne also die Hänge ringsum. Wie beide entstehen, erklärt die Anleitung.
Wasser macht von selbst schön: Bis zur dritten Reihe hinter dem Ufer reicht das bei sauberer Luft allein für Villen, in der vierten braucht es noch einen Park. Felder mit feiner Umrandung in der Schönheits-Ansicht sind schön genug für Villen am Wasser – und für Wohntürme, die über Level 30 hinauswachsen sollen.
Villen sind empfindlich: Schon ein Hauch Smog, den die Smog-Ansicht noch gar nicht einfärbt, stoppt ihr Wachstum, und knapp an der Schwelle wachsen sie nur mit einem Viertel des Tempos einer Traumlage.
Smog: woher er kommt und wie du ihn liest
Smog kommt nur aus der Industrie und wächst mit: Eine Fabrik auf Level 10 qualmt zehnmal so stark wie auf Level 1. Er zieht bis vier Felder weit und wird dabei dünner; ab fünf Feldern Abstand kommt von einer gewöhnlichen Fabrik nichts mehr an, bei einem Bergwerk erst ab neun.
In der Smog-Ansicht unter 🗺️ heißt Gelb leicht, Orange spürbar und Violett stark. Je kräftiger die Farbe, desto niedriger die Obergrenze eines Wohnhauses: Im Orange fehlen rund drei Level, im Violett sechs und mehr. Steht es höher, ziehen Bewohner weg; klebt es im Orange an seiner Grenze, zahlt es keine Steuern mehr – das Gebäude-Panel meldet dann „🌫️ zu dicke Luft für diese Höhe“.
Gewerbe und Industrie wachsen und zahlen im Smog dagegen ganz normal. Nur Wohnhäuser leiden – und Berghotels, weil Smog ihre Schönheit senkt.
Wohin die Industrie gehört
Industrie will beisammen sein, denn ihr Zuschlag kommt von anderen Fabriken. Ein kompaktes Industriegebiet ist doppelt gut: volle Lage für die Fabriken, und der Smog bleibt an einer Stelle.
Zwischen Industrie und Wohnen gehören mindestens fünf Felder – am besten gefüllt mit Gewerbe: Läden stört der Rauch nicht, und von den Häusern nebenan bekommen sie Laufkundschaft. Größer als nötig sollte der Abstand nicht sein, denn lange Pendelwege bremsen das Wachstum (Tipps gegen Stau). Häuser, die schon im Smog festhängen, kannst du im Gebäude-Panel zu Gewerbe umwidmen; sie beginnen dann wieder bei Level 1.
Ein Park dazwischen hilft, ist aber kein Wall, sondern ein Luftreiniger: Er senkt den Smog in seinem Umkreis, egal aus welcher Richtung. Setz ihn direkt an die gefärbten Häuser. Gegen eine große Fabrik gleich nebenan kommen aber auch mehrere Parks nicht an.
In den Bergen musst du wählen: Dieselben hohen Flächen machen Gewerbe zum Hotel und Industrie zum Bergwerk – und ein Bergwerk verraucht acht Felder weit, samt der Schönheit, von der die Hotels leben. Also Hotels auf den einen Berg, Bergwerke auf einen anderen.
Wahrzeichen: Schönheit für ein ganzes Viertel
Ein Wahrzeichen hebt erstens den Lage-Zuschlag aller Gebäude ringsum: direkt daneben um rund 21 %, sechs Felder weit noch um knapp 4 %. Über Eck zählt hier wie gerade, der Umkreis ist also ein Quadrat. Wo Parks oder Wasser den Zuschlag schon füllen, bringt das wegen des Deckels nichts mehr.
Zweitens hebt es die Schönheit, und die fällt nicht unter diesen Deckel: Bis drei Felder weit ist es allein dadurch schön genug für Villen am Wasser. Stell es also dorthin, wo es noch nicht schön ist – in ein Viertel ohne Grün oder ans Ufer, wo jede Villa mit der Schönheit mehr zahlt. Ein Abriss erstattet nichts; wann das Werkzeug freischaltet, steht in der Anleitung.
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