Nachbarorte: finden, anbinden, einverleiben
Rings um deine Stadt liegen Nachbarorte, die mit dir wachsen. Du kannst sie anbinden und ihre Leute zu dir kommen lassen – oder sie Parzelle für Parzelle übernehmen, bis nur ihr Kern als Altstadt bleibt. Beides ganz geht nicht. So triffst du die Entscheidung.
Orte finden
Nachbarorte liegen im Nebel, und zwar nicht alle in Sichtweite: einer nur ein paar Parzellen von deinem Start entfernt, die übrigen weit draußen, oft hinter einem Fluss, einem See oder einem Hang. Sichtbar wird ein Ort erst, wenn die Karte bis zu ihm aufgedeckt ist. Das geht auf zwei Wegen: mit Parzellen, die du in seine Richtung kaufst – jeder Kauf schiebt den Nebelrand ein Stück weiter –, oder mit einem Gleis, das beim Legen einen schmalen Streifen Land links und rechts freilegt.
Beim Fund meldet das Spiel „🧭 Entdeckt“, über dem Ort erscheint sein Namensschild, und eine gestrichelte Linie in der Farbe des Schilds zeigt, wie weit sein Land reicht. Kommst du bei einer Orts-Aufgabe nicht weiter, weil du noch keinen passenden Ort kennst, zeigt dir das Aufgabenbrett einen Pfeil in die grobe Richtung des nächsten unentdeckten Ortes.
Was ein Ort dir gibt
- 👷 Ein Ort mit der Gabe „Leute“ schickt Arbeitskräfte – aber nur, wenn deine Stadt mehr Stellen hat, als sie selbst besetzen kann.
- 🛍️ Ein Ort mit der Gabe „Kundschaft“ schickt Kunden in deine Läden – aber nur, wenn sie mehr bedienen können, als deine Stadt braucht.
- 🤝 Dazu hilft jeder angebundene Ort immer ein wenig dort, wo es bei dir gerade am meisten fehlt: Arbeitskräfte, Kundschaft oder Arbeit für deine Arbeitslosen.
- 📏 Mehr als ein Viertel dessen, was deine Stadt selbst hat, kommt nie – und nie mehr, als in seinen Häusern wohnen.
Ein Ort ergänzt deine Wirtschaft, er ersetzt sie nicht. Tippst du ihn an, rechnet seine Karte vor, was er dir heute brächte – oder sagt ehrlich, warum gerade nichts käme: zu wenige freie Stellen, volle Läden, eine volle Strecke oder eine volle Straße auf seinem Weg. Lies die Karte, bevor du Geld in eine Verbindung steckst.
Die Zahl der Einwohner auf der Karte sind die Leute, die wirklich in seinen Häusern wohnen. Sie ist das Maß für alles Weitere: für das, was er dir schicken kann, und für das, was du bei einer Übernahme bekommst.
Anbinden: Straße oder Bahn
Angebunden ist ein Ort, sobald eine deiner Straßen seinen Ortseingang, eine seiner Gassen oder seinen Bahnsteig berührt und das Netz dahinter Arbeit hat. Für den nahen Ort genügt meist eine Straße. Weil eine Straße nur auf eigenem Land liegen darf, kaufst du dir dafür einen schmalen Weg aus Parzellen zu ihm hin.
Zu den fernen Orten führt die Bahn. Ein Gleis darf auch über Land, das dir nicht gehört, solange es an ein bestehendes Gleis anschließt – du kaufst also keinen Korridor. Wo das Gleis am Ortsbahnhof ansetzen kann, markiert das Gleis-Werkzeug: violett, wo es geht, rot mit Grund, wo gerade nicht. Führ es bis dorthin und setz einen Bahnhof an genau diese Strecke in deiner Stadt; ein Bahnhof an einer anderen Strecke bringt dem Ort nichts.
Fahrgäste aus Nachbarorten kosten nur den halben Bahn-Betrieb. Ist die Strecke voll, sagt es die Karte: Ein zweites Gleis direkt daneben oder eine eigene Strecke schafft Platz (mehr zur Bahn in der Anleitung).
Wachsen lassen und fördern
- ⏱️ Allein wächst ein Ort etwa eine Stufe je halbe Stunde Spielzeit – angebunden doppelt so schnell, dreimal so schnell, sobald seine Leute wirklich zu dir kommen.
- 🏛️ Ein Marktplatz legt beim Tempo noch etwas drauf.
- 🏢 Aufgestockte Häuser an seiner Hauptstraße schicken dir bis zu anderthalbmal so viele Leute.
- 🏗️ Ein Neubaugebiet gibt ihm sofort Land mit Häusern und zwei Stufen mehr – beliebig oft, jedes weitere teurer.
Ein Ort wächst nur, während du spielst; nach einer Pause holt er höchstens eine Stunde nach. Eine Obergrenze gibt es nicht: Alle paar Stufen kauft er eine Parzelle dazu und bebaut sie, nie direkt neben deinem Land, und mit der Zeit wachsen seine Häuser in die Höhe. Wartest du zu lange, ist die Wiese, die du für dich wolltest, vielleicht schon seine – kaufen kannst du sie ihm trotzdem.
Die Förderungen kosten mehr, je größer deine Stadt und der Ort sind. Am meisten bringen sie bei einem Ort, den du lange als Partner behalten willst.
Einverleiben: die Altstadt
Grenzt dein Land an eine seiner Parzellen, kannst du sie ihm zum normalen Parzellenpreis abkaufen: antippen, dann „Parzelle übernehmen“. Seine Häuser und Gassen bleiben stehen und werden deine. Sie zahlen dir Steuern, kosten aber Unterhalt und brauchen wie deine eigenen einen Weg zur Arbeit. Der Ort schrumpft dabei, und mit ihm seine Gabe.
Nur der Ortskern ist nie zu haben. Gehört dir alles andere, bleibt er als Altstadt mitten in deiner Stadt und lockt Touristen an: Sie bringen dir dauerhaft Geld, mehr, je mehr Leute du mit seinen Häusern übernommen hast, und mit deiner Stadt steigend. Die Karte des Ortes nennt vorher, was die Altstadt heute brächte; danach steht der Betrag auf ihrer Karte und als eigene Zeile, wenn du auf dein Einkommen tippst.
Ein praktischer Hinweis: Übernimmst du einen fernen Ort, den nur die Bahn erreicht, gib den übernommenen Häusern einen eigenen Bahnhof oder eine Straße zur Stadt. Sonst finden ihre Bewohner keine Arbeit, und Sozialhilfe frisst den Gewinn.
Wann sich was lohnt
Gemessen haben wir das in Testständen mit einem mittelgroßen Ort von rund tausend Einwohnern. In einer Stadt mit 10.000 Einwohnern kostet er gut 2 Millionen 💰, und nach etwa 20 Minuten ist das Geld wieder drin. Mit 100.000 Einwohnern kostet derselbe Ort rund 50 Millionen 💰 – zurück nach etwa einer Stunde. Mit 200.000 Einwohnern sind es rund 170 Millionen 💰 und etwa zwei Stunden.
Ein großer Ort zahlt sich schneller aus als ein kleiner, weil er auf jeder Parzelle mehr Leute trägt. Daraus folgt eine einfache Regel: Den nahen, kleinen Ort kannst du früh günstig einverleiben. Die fernen Orte lässt du besser eine Weile als Partner wachsen – angebunden, vielleicht gefördert – und übernimmst sie, wenn sie groß geworden sind. Bis dahin bekommst du ihre Gabe, danach eine größere Altstadt, nur das Land ist dann teurer.
Welche Rechnung für deine Stadt gilt, musst du nicht schätzen: Die Karte jedes Ortes sagt, was er angebunden bringt und was er als Altstadt brächte. Und weil beide Zahlen mit dem Ort wachsen, lohnt es sich, ab und zu nachzusehen.
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